16.-21.08.2020: 6. Poetencamp in Prillwitz bei Neubrandenburg

Sechs Tage, die ein Autor*innenleben verändern können: Unter der Leitung der Schriftstellerin Isabelle Lehn und des Schriftstellers und Verlegers Bertram Reinecke veranstaltet das Literaturhaus Rostock das 6. POETENCAMP M-V. Daran können sechs Autor*innen teilnehmen, die im Rahmen eines öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerbs ermittelt werden.

Das POETENCAMP bietet Nachwuchsautor*innen aus M-V die Gelegenheit, in intensiven Arbeits­tagen Lyrik, Prosa oder szenische Texte zu verfassen, zu verfeinern und auszufeilen. Im Rahmen analytischer Sitzungen tragen sie ihre Texte vor, erproben und reflektieren ihre Wirkung und arbeiten deren Stärken und Schwächen heraus.

Neben der literarischen Weiterentwicklung der Teilnehmer*innen fördert das POETENCAMP M-V die Vernetzung des schriftstellerischen Nachwuchses und den Kontakt zu anderen literarischen Institutionen – in Mecklenburg-Vorpommern, wie auch außerhalb des Bundeslandes.
Von den Dozenten können die Teilnehmer*innen außerdem im persönlichen Gespräch Wissenswertes, z.B. über den Umgang mit Verlagen und über Strömungen innerhalb des Literaturbetriebs erfahren. Das POETENCAMP kann dadurch zum entscheidenden Wegweiser für junge Autor*innen aus Mecklenburg-Vorpommern werden.

Ein Arbeitsstipendium für die Teilnehmer*innen deckt sämtliche Kosten für Verpflegung, An- und Abreise. Auch die Kosten für die Unterkunft werden vom Veranstalter übernommen.

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung nur unter Vorbehalt stattfindet. Im Falle einer erneuten Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen kann die Veranstaltung gegebenenfalls nicht oder nicht in der geplanten Form stattfinden.

Bewerbung:

Bis zum 30.06.2020 können sich die Autor*innen mit ca. 10 bis 15 Seiten literarischer Arbeitsproben (Gesamtumfang max. 22.000 Zeichen, freie Gattungswahl) sowie einem kurzen biographischen Abriss bewerben. Die Unterlagen können ab sofort parallel unter bewerbung (at) literaturhaus-rostock(dot)de und bertramreinecke (at) outlook(dot)com eingereicht werden.

Bewerber*innen dürfen das 30. Lebensjahr nicht überschritten haben und müssen nachweislich aus M-V kommen (hier geboren und aufgewachsen sein oder ihren aktuellen Wohnsitz in M-V haben).


Die Dozent*innen:

Isabelle Lehn wurde 1979 in Bonn geboren und lebt als freie Autorin in Leipzig. Sie studierte in Tübingen und Leicester Allgemeine Rhetorik, Ethnologie und Erziehungswissenschaft und wurde 2011 im Fach Rhetorik promoviert. Parallel zur Promotion absolvierte sie ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.
2016 las sie aus ihrem Debütroman BINDE ZWEI VÖGEL ZUSAMMEN beim Ingeborg-Bachmann-Preis. 2019 wurde ihr Roman FRÜHLINGSERWACHEN veröffentlicht.

Bertram Reinecke, 1974 in Güstrow geboren, studierte in Greifswald Germanistik, Philosophie und Psychologie. Er ist Absolvent des Deutschen Literaturinstituts (DLL) und lebt als freier Lyriker, Kritiker, Essayist und Verleger in Leipzig. Als junger Erwachsener nahm er selbst am Poetenseminar des Literaturhauses Rostock teil. Zuletzt erschien von ihm »Gruppendynamik, Literaturprozesse am Beispiel von Lyrikwerkstätten« (2013).

Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern

Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern wird 2020 zum vierten Mal ausgeschrieben, um das herausragende literarische Schaffen von Autor*innen in und aus Mecklenburg-Vorpommern zu würdigen und zu unterstützen. Eine dreiköpfige Fachjury wählt auf Grundlage anonymisierter Einsendungen bis zu 6 Autor*innen aus und lädt diese zur Lesung der Finalist*innen im Herbst 2020 nach Neubrandenburg ein. Anschließend wird der oder die Preisträger*in gekürt. Neben dem Jurypreis werden bis zu drei Publikumspreise vergeben. Ausschreibung und Preisverleihung erfolgen alle zwei Jahre und werden durch das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, das Literaturhaus Rostock und das Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus in Greifswald in Kooperation mit dem LiteraturRat M-V e. V. organisiert. Der Preis wird gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie durch einen privaten Sponsor.

Bewerben können sich Autor*innen ab 18 Jahren, deren Lebensmittelpunkt in Mecklenburg-Vorpom­mern liegt, die in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen oder geboren sind oder die mindestens drei Jahre in Mecklenburg-Vorpommern gewohnt bzw. gearbeitet haben. Berücksichtigung finden Prosa und Lyrik.

Für weitere Informationen einfach dem Link folgen:

https://www.literaturhaus-rostock.de/literaturpreis-mecklenburg-vorpommern/




10 Jahre sind nicht genug #savepwh

Wir alle erleben derzeit große Veränderungen: Covid-19 und die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen berühren unseren Alltag, unseren Umgang miteinander und unsere Arbeitsverhältnisse.

Davon ist auch das Peter-Weiss-Haus betroffen – unser und Euer PWH. Gemeinsam haben wir in den letzten 10 Jahren aus einem 160 Jahre alten Baudenkmal, dem ehemaligen „Haus der Freundschaft“, einen Ort der Begegnung in Rostock gemacht. Dank diversen Mitgestalter*innen, die das Projekt auf-, um- und ausgebaut haben, steht das Peter-Weiss-Haus heute für freie Bildung und Kultur, Diskurs und praktizierte Solidarität.

Wir wollen, dass das so bleibt! Doch der Betrieb der meisten Einrichtungen im Haus ist auf unbestimmte Zeit lahmgelegt.. Der Kulturbetrieb gehört zu den Bereichen, die am längsten mit Schließungen zu rechnen haben und unsere laufenden Kosten bleiben nahezu identisch. Was können wir tun?

Können wir mit eurer Hilfe das Haus in seiner jetzigen Form schützen? Helft ihr uns, Rostock auch weiterhin ein wenig bunter, vielfältiger und lebenswerter zu machen?

Es danken euch: Soziale Bildung e.V., Literaturhaus Rostock e.V., Wirbelwind e.V., Peter Weiss Haus e.V., Subraum e.G., IFC Rostock, Cryptoraum Rostock, Lichtenhagen Archiv, BDP-MV

www.startnext.com/savepwh


#zweiterfruehling – Weil Bücher keine Saisonware sind!

„#zweiterfruehling ist mehr als nur ein Nachholen von Veranstaltungen: ein starkes Signal an den Literaturbetrieb zum Umdenken. Gute Bücher verdienen immer und immer wieder neu unsere Aufmerksamkeit.“

 Ulrika Rinke (Programmleiterin Literaturhaus Rostock e.V.)

Das Netzwerk der Literaturhäuser lädt alle ein, die sich in jedweder Form um die Vermittlung von Literatur verdient machen, Büchern einen ZWEITENFRUEHLING zu schenken. Gemeinsam rufen wir alle Buchhändlerinnen und Buchhändler, alle Festivals und Veranstalter, alle Feuilletons und Messen, alle Blogger und Influencer auf, Bücher aus dem Zeitraum Februar bis Juli 2020 bis einschließlich Sommer 2021 in ihre Programme aufzunehmen und in ihre Schaufenster zu stellen. Ob Buchpremiere oder Signierstunde, ob Lesung, Diskussion oder Talkshow, ob Rezension oder Buchtipp, gemeinsam wollen wir demonstrieren: Wir vermitteln keine Saisonware, sondern Themen, Geschichten und Fragen. ZWEITERFRUEHLING hilft einfach. Und es hilft allen. Vor allem den Autorinnen und Autoren. Die im literaturhaus.net versammelten Literaturhäuser von Zürich bis Rostock, von Köln bis Wien und ihre Partner wie Literaturfestivals, Buchhandlungen und Medien möchten es vormachen und nehmen Autorinnen und Autoren, Bücher und Themen, die im Frühjahr 2020 ins Leben und unter das Publikum hätten treten sollen, ein Jahr länger in ihre Programme auf. Und sie machen das Aktion für Aktion deutlich mit dem Logo ZWEITERFRUEHLING in ihren Programmheften, in ihren Newslettern, auf ihren Homepages, mit Buchaufklebern oder in den Sozialen Medien.

Freuen Sie sich gemeinsam mit uns auf zukünftige Veranstaltungen mit Autor*innen des Frühjahrprogramms 2020!

www.literaturhaus.net/zweiterfruehling


Unter dem Motto „Uns geht’s ja noch gold“ startete das digitale Tagebuch der Rostocker Stadtbevölkerung

„Uns geht’s ja noch gold“ – ein häufig gebrauchter Ausspruch Margarethe Kempowskis und (ironischer) Romantitel aus Walter Kempowskis Deutscher Chronik – wäre das Motto der diesjährigen Kempowskitage gewesen. Rückblicke, der Umgang mit Erinnerungen und Biografien mit Brüchen sollten den thematischen Kern der Kempowskitage 2020 bilden. Da es nicht zu den Veranstaltungen im März kommen konnte, haben wir das Thema auf andere Weise noch einmal aufgegriffen und aus einer – der momentanen Situation angepassten – Perspektive beleuchtet.

Wir alle erleben gerade eine Ausnahmesituation und müssen uns mit ungeahnten Herausforderungen auseinandersetzen. Unser Alltag folgt neuen Routinen, unsere Freiheiten sind deutlich spürbar eingeschränkt. Und dennoch gehen wir mit der Situation alle unterschiedlich um, haben nach dem ersten Monat andere Mechanismen und Denkmuster entwickelt und unsere Prioritäten unterschiedlich gelegt.

Gemeinsam mit dem Kempowski Archiv Rostock – Ein bürgerliches Haus e.V. startete das Literaturhaus deshalb ein digitales Tagebuch der Rostocker Stadtbevölkerung unter der Überschrift „Uns geht’s ja noch gold“. Jede*r war eingeladen, sich einzubringen, (anonym oder nicht) kurze selbstgeschriebene Texte zu veröffentlichen und die Leser*innen an ihren Alltag, ihren Ängsten oder ihren Gedanken zur momentanen Situation teilhaben zu lassen. Vorgaben gab es dafür bewusst nicht.

Das Projekt ist abgeschlossen.

Alle Texte finden Sie auf: tagebuch.literaturhaus-rostock.de


Was es jetzt zu lesen gilt!

Ab sofort empfehlen Kulturschaffende und Literaturinteressierte aus Rostock auf unserer Website (aktuelle) Literatur, die Sie trotz der momentanen Situation in der Buchhandlung Ihrer Wahl bestellen können. Damit wollen wir Ihnen ein paar Anregungen liefern, Sie ablenken und Autor*innen, Verlage und Buchhandlungen, die unter den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus leiden, unterstützen.


Lesungen entfallen bis auf Weiteres

Sehr geehrte Besucher*innen,

angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus müssen wir Ihnen mit dem größten Bedauern mitteilen, dass alle Veranstaltungen des Literaturhauses Rostock bis auf Weiteres entfallen. Neue Informationen werden wir natürlich hier kommunizieren. Falls Sie Fragen zu Veranstaltungen oder Kooperationen haben sollten, können Sie sich jederzeit per Mail an die jeweilige Kolleg*in wenden. Alle Adressen finden Sie unter dem Reiter "Team".

Bleiben Sie gesund!

Ihr Literaturhaus-Team


Buchtipps für junge Leserinnen und Leser von 3-15 Jahren

Wir vom Literaturhaus sind der Meinung, dass es eine besondere Erfahrung ist, in eine Geschichte einzutauchen, mit den Heldinnen und Helden, den Antiheldinnen und Antihelden zu zittern und zu hoffen, neue Welten zu entdecken und seiner Phantasie Flügel zu verleihen. Das Literaturhaus möchte Kindern und Jugendlichen den Weg zum Buch spannend gestalten und neugierig machen auf die Welt der Buchstaben und Geschichten. Besonders in dieser Zeit, in der wir nicht die Möglichkeit haben in Schulen und Bibliotheken zu veranstalten, erweitern wir von Buch zu Buch unsere Sammlung mit empfehlenswerten Büchern und stellen Ihnen die schönsten davon im LESESAAL vor. Viel Spaß beim Lesen und Vorlesen!



Preis der LiteraTour Nord 2019/20 geht an Ulrike Draesner

© Dominik Butzmann

Wir freuen uns, die diesjährige Preisträgerin der LiteraTour Nord ankündigen zu können. Den von der VGH-Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis erhält Ulrike Draesner. Mit dieser Entscheidung würdigen Jury und Stifterin die Autorin sowohl für ihr bisheriges Werk als auch für ihre zuletzt erschienene Novelle Kanalschwimmer (mare Verlag, 2019). In der Jury-Begründung heißt es: „Sprachlich filigran überzeugt Ulrike Draesner in ihrer Novelle mit Sprachneuschöpfungen und der Übersetzung körperlicher Vollzüge in eine präzis-nüchterne und beobachtendpoetische Sprache. Die lange Nacht im Wasser zwischen Dover und Calais des Protagonisten Charles wird für den Leser und die Leserin zur Begleitung einer spannenden sportlichen Herausforderung über den Tiefen
des Ärmelkanals. Charles‘ Leben und Erleben tauchen, Schwimmzug um Schwimmzug, als Dimensionen des allgemeinen Menschseins aus der Erinnerungstiefe auf: Entstehen und Vergehen, Schönheit und Fassungslosigkeit. Dass es der Autorin auch gelingt, aktuelle Bezüge wie den Brexit, die Umweltzerstörung und Vermüllung der Ozeane und das Schicksal von Flüchtlingen en passant einzubinden, belegt ihre dramaturgische Virtuosität.“


Marlene Streeruwitz erhält den Preis der Literaturhäuser 2020

© Heribert Corn

Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser 2020 der österreichischen Autorin und Regisseurin Marlene Streeruwitz. Marlene Streeruwitz, in Baden bei Wien geboren, studierte Slawistik und Kunstgeschichte und begann als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen. Für ihre Romane erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter zuletzt den Bremer Literaturpreis und den Franz-Nabl-Preis. Ihr Roman »Die Schmerzmacherin.« stand 2011 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen die Vorlesungen »Das Wundersame in der Unwirtlichkeit.« und der Roman »Flammenwand.«, der für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert war.

"An ihren zwischen zornigen Befreiungsversuchen und Selbstverlust changierenden Frauenfiguren spielt Streeruwitz verschiedenste Möglichkeiten durch, die mehr oder weniger subtilen Macht- und Gewaltstrukturen unserer Gesellschaften literarisch erfahrbar zu machen" (Begründung der Jury).

Veranstaltungen mit Marlene Streeruwitz versprechen immer engagierte Gespräche auf hohem intellektuellem Niveau. Die Programmleiterinnen und Programmleiter der im Netzwerk verbundenen Literaturhäuser ehren Marlene Streeruwitz als eine Autorin, die sich in besonderem Maße um das Gelingen von Literaturveranstaltungen verdient gemacht hat. Wir gratulieren Marlene Streeruwitz und freuen uns auf die Lesung am 20. Mai im Literaturhaus.


Kultur für alle!

Ab sofort unterstützen wir das Projekt »Kulturticket« des AStA der Universität Rostock. Um zu zeigen, wie vielseitig die kulturelle Landschaft Rostocks aufgestellt ist, ermöglichen wir Studierenden kostenlosen Zugang zu einer Auswahl unserer Veranstaltungen. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

 

 

Schreiben muss keine einsame Sache sein: Schreibende Schüler*innen aufgepasst!

Wir freuen uns, dass wir ab September in Kooperation mit dem Verein »Schreibende Schüler« auch am Literaturhaus Rostock Schreibwerkstätten anbieten können. Zusammen mit dem Verein aus Berlin/Brandenburg wollen wir Kinder und Jugendliche zusammenbringen, die sich für Literatur interessieren und selbst schreiben möchten. Unter fachlicher Anleitung bekommen sie nicht nur zahlreiche Impulse zum Schreiben, sondern auch die Möglichkeit, über ihre Texte zu diskutieren und einem breiteren Publikum vorzustellen.

Unsere Zirkelleiterinnen:

Eileen Hage studierte Lehramt für Deutsch und Geschichte an Gymnasien und ist derzeit Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur der Universität Rostock.
Dörte Menzl ist ausgebildete Buchhändlerin, studierte Germanistik in Leipzig und arbeitete in zahlreichen Verlagen in Leipzig und Berlin. Derzeit absolviert sie ihr Lehramtsstudium in Rostock.

Hier stellt Louis Krüger den Verein und die neuen Schreibzirkel vor.

Anmeldungen nehmen wir gerne unter Nyenhuis@literaturhaus-rostock.de oder rostock (at) schreibende-schüler(dot)de entgegen.

 

 

Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 Anthologie der Finalistinnen im Hinstorff Verlag erschienen

Die Anthologie versammelt die Einreichungen aller Finalistinnen des Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern 2018. Sowohl Prosa als auch Lyrik, Auszüge aus Langtexten und kurze Momentaufnahmen. Die Texte spielen in der Wildnis, der Stadt und auf hoher See. Sie erzählen von Verlust und Krankheit, aber auch vom Leben abseits der großen Städte und der Schönheit der Peripherie.
Der Literaturpreis MV würdigt und fördert seit 2016 das herausragende literarische Schaffen von Autor*innen in und aus Mecklenburg-Vorpommern und wird gemeinsam von den fünf Institutionen Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop, Literaturhaus Rostock, Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus in Greifswald, dem
freiraum-verlag und dem LiteraturRat MV e.V. vergeben. Die Jury, die aus über achtzig Einsendungen die Finalistinnen auswählte, bestand 2018 aus dem Lyriker Thomas Kunst, dem Übersetzer und Schriftsteller Steffen Popp und der Literaturkritikerin Wiebke Porombka.
Der Literaturpreis wird vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern und privaten Sponsoren gefördert.

Zu erwerben ist sie in der Buchhandlung Ihres Vertrauens und direkt beim Hinstorff Verlag!


Rostocker ERKLÄRUNG DER VIELEN

Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen.

Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs und urbanen Orte als offene Räume, die vielen gehören.

Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der vielen feindselig gegenüber.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Künstler*innen, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Das Literaturhaus Rostock als eine der unterzeichnenden Institionen der Rostocker Kunst- und Kultureinrichtungen, die diesen Versuchen mit einer klaren Haltung begegnen:

Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über antidemokratische Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die
beteiligten Institutionen und Einzelkünstler den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Vereins der Vielen

Die Rostocker Erklärung der Vielen finden Sie hier.


Veranstaltung verpasst?

In der Rubrik »Rückblick« finden Sie Fotos und Kurzberichte von unseren Lesungen mit  Lukas Rietzschel, Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah, Juan S. Guse, Antje Rávik Strubel und vielen mehr.


Die nächsten Veranstaltungen

09.06.2020 | 20:00 Lesung im Livestream: Wolf Gregis: »Sandseele«

Lesung & Werkstattgespräch Moderation: Emily Grunert (Literaturhaus Rostock)

Präsentation im Rahmen des Literaturstipendiums der Hanse- und Universitätsstadt Rostock für die Arbeit am Romandebüt »Sandseele« Der ehemalige Bundeswehroffizier und Afghanistanveteran Martin Fuchsbaum hat die Erfahrungen... [mehr]

16.09.2020 | 20:00 NEW DATE: Thorsten Nagelschmidt: »Arbeit«

Moderation: Emily Grunert (Literaturhaus Rostock)

Die Veranstaltung wurde auf den 16.09.2020 verschoben! Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit oder können an den Verkaufsstellen zurückgegeben werden. In einem Kreuzberger Hostel beginnt Sheriff seine Nachtschicht und... [mehr]

22.09.2020 | 20:00 NEW DATE: Benjamin Maack: »Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein«

Lesung und Gespräch Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock)

Die Veranstaltung wurde auf den 22.09.2020 verschoben! »Bin ich jetzt ein Leben müde?«, fragt Benjamin Maack, als er mit seinem großen, schwarzen Rollkoffer vor der Psychiatrie steht. Vier Jahre zuvor hatte er sich schon... [mehr]