Digitale Leseförderung in Unterricht und Freizeit

Im Rahmen des Förderprogramms "Kultur macht STARK" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden gemeinsam mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. Projekte zur digitalen Leseförderung für Jugendliche umgesetzt.

Mit dem diesjährigen Thema "Jenseits der blauen Grenze" nach dem gleichnamigen Jugendroman von Dorit Linke beginnt am
1. Oktober 2019 ein weiterer Durchgang unser digitalen Leseförderungs-, Schreib- und Medienwerkstatt. Auf der Grundlage des Textes werden Analyse und Interpretation mit digitalen Mitteln und in sozialen Medien umgesetzt. Es werden zwei Modelle angeboten. Zum einen das digitale Unterrichtsmodell, welches Lehrplaninhalte in Deutsch und Geschichte umsetzt. Zum anderen die Freizeitvariante, die als Projektwoche oder auch regelmäßiger Kurs im Literaturhaus oder anderen Einrichtungen möglich ist.

Am 04. Dezember können alle Teilnehmenden die Online-Lesung mit Dorit Linke in der Stadtbibliothek Rostock besuchen. Hier steht sie auch zu einem Zeitzeugengespräch zur DDR-Geschichte zur Verfügung.

Ziel der Projekte ist es, die Motivation für die Jugendlichen zu erhöhen, sich mit einem Text zu beschäftigen. Auch eine wirkliche Vertiefung des Stoffes wird erreicht, ebenso wie eine kreative Umsetzung des Gelesenen mit digitalen Medien. Während der Projekte setzen wir uns aber auch intensiv mit den Themen Cybermobbing, Datenschutz und Urheberrecht auseinander. Genauere Informationen finden Sie hier.

Ansprechpartnerin für dieses Projekt: Katharina Lifson unter: lifson (at) literaturhaus-rostock(dot)de

Förderer und Kooperationspartner

Im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht STARK“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werde gemeinsam mit Deutscher Bibliotheksverband e.V. Freizeitprojekte für Jugendliche umgesetzt. In Bündnissen für Bildung werden diese Projekte der digitalen Leseförderung gemeinsam gestaltet. Zu unseren Partnern zählen Einrichtungen der Jugendarbeit, Schulen, Bibliotheken, Medienpädagogische Institute und andere Vereine aus Rostock.  

Projekte

Die Projekte verlaufen nach folgendem Konzept:

1. Wir lesen einen Text gemeinsam. Dieser Text kann von „Romeo und Julia“ über ein Jugendbuch/Kurzgeschichte bis zu eigenen Texten alles sein.

2. Aus diesem Text erstellen wir dann ein Drehbuch, d.h. wir analysieren Personen/ Rollen, Konflikte, Handlung und erstellen dann zu jeder Rolle ein Profil und eine Rollenbiografie in einem sozialen Netzwerk. Also wer wäre Romeo heute, wie würde sein Profil bei Instagram aussehen und wie lässt sich die Handlung in Interaktion mit den anderen Rollen/ Profilen darstellen.

3. Wir stellen das Material, mit dem wir die Handlung zeigen selbst her, wir drehen also kleine Clips, machen Fotos und entwicklen den Text/ Posts.

4. Es folgt die Internet-Inszenierung zu festgesetzten Zeiten, z.Bsp. über eine Woche hinweg.

Romeo und Julia in Lichtenhagen | Eine Twitter-Inszenierung

Heimat und Exil | Poetryclips

Voll drauf | Eine Instagram-Inszenierung

Texte Deinen Song | Songwriter Girlscamp

Digitale Unterrichtsmodelle

Die Jugendlichen stellen eine Szene in Form eines Zeitungsartikels samt Werbeanzeige aus den 90er Jahren mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogrammes dar.

Aus den Erfahrungen für außerschulische Projekte der digitalen Leseförderung wurden gemeinsam mit der Universität Rostock im Rahmen der Tätigkeit als Gastdozentin von Katharina Lifson digitale Unterrichtsmodelle für den Deutschunterricht erstellt. Ziele dieses Vermittlungskonzeptes sind:

  • Lesemotivation durch die Umsetzung auf sozialen Medien, die einen großen Anteil an der Lebenswelt von SchülerInnen haben (Instagram etc.)
  • Vertiefung des Stoffes durch intensive Auseinandersetzung mit Figuren, Konflikten, Handlung
  • Perspektivenwechsel als Voraussetzung für emphatisches Verhalten durch Rollenspiel
  • Medienkompetenz durch den detaillierten Umgang mit Technik
  • Bewusster Umgang mit Social Media als virtueller Bühne
  • Auseinandersetzung mit den Themen Urheberrecht, Datenschutz und Cybermobbing