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13.09.2022 | 19:30

FAMILIENBANDE #1: Mütter, Töchter: Lana Lux: »Jägerin und Sammlerin« und Daniela Dröscher: »Lügen über meine Mutter«

Lesung & Gespräch | Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock) | auch im Livestream (& 14 Tage in der Mediathek) auf www.twitch.tv/lithausrostock


© Joachim Gern

© Aufbau Verlag

© Carolin Saage

© Kiwi

Mütter geben ihren Töchtern vieles mit, gewollt und ungewollt. Nicht jedes Geschenk macht stark für das Leben, oft genug tragen Töchter die Geschichte ihrer Mutter im eigenen Körper. 

In ihren Romanen zeichnen Lana Lux und Daniela Dröscher nahezu entgegengesetzte Mutterfiguren und erkunden, was auf diesen Frauen lastete. Die Töchter erzählen ihre Wahrheiten, ihr Leid als Heranwachsende, ihre kindliche Sicht auf die Dinge ebenso wie die erwachsene. Doch auch die Mütter kommen zu Wort. All diese Geschichten von Schmerz, von materiellem und familiärem Druck, von geradezu körperlichem Hunger nach Liebe und Anerkennung sind glücklicherweise auch Geschichten von Emanzipation und Selbstbehauptung, von Klasse und Kampf.

Dieser Abend ist eine Einladung, ins Gespräch zu kommen über die Bedingungen von Familie, über den Niederschlag seelischen Erlebens im Körper und über das Ausbrechen aus Mustern und Normen.

Lana Lux, geboren 1986 in Dnipropetrowsk/Ukraine, wanderte im Alter von zehn Jahren mit ihren Eltern als Kontingentflüchtling nach Deutschland aus. Sie machte Abitur und studierte zunächst Ernährungswissenschaften in Mönchengladbach. Später absolvierte sie eine Schauspielausbildung am Michael Tschechow Studio in Berlin. Seit 2010 lebt und arbeitet sie als Schauspielerin und Autorin in Berlin. 2017 erschien ihr vielbeachtetes Debüt »Kukolka«, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde, 2020 ihr Roman »Jägerin und Sammlerin«.

Daniela Dröscher, Jahrgang 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Sie schreibt Prosa, Essays und Theatertexte. Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London, Promotion im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam sowie ein Diplom in »Szenischem Schreiben« an der Universität Graz. Ihr Romandebüt »Die Lichter des George Psalmanazar« erschien 2009 im Berlin Verlag, es folgten der Erzählband »Gloria« und der Roman »Pola« sowie das Memoir »Zeige deine Klasse. Die Geschichte meiner sozialen Herkunft« bei Hoffmann & Campe. Sie wurde u.a. mit dem Anna-Seghers-Preis, dem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) ausgezeichnet. Seit Herbst 2018 ist sie Ministerin im Ministerium für Mitgefühl. 

Eintritt: Vvk. 7 € zzgl. Gebühr bei mvticket.de/im Pressezentrum | AK: 10 €, erm. 7 € (Mitglieder des Literaturhaus Rostock e.V.; Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Rostock, Mitglieder des Frauenkulturvereins Die Beginen, Warnowpass-Inhaber:innen, Schüler:innen) | Für Studierende gilt das Kulturticket des AStA. (E-Mail-Anmeldung für Studierende und Ermäßigungsberechtigte: reservierung (at) literaturhaus-rostock(dot)de)

Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock

auch im Livestream (& 14 Tagein der Mediathek) auf www.twitch.tv/lithausrostock

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Jüdischen Gemeinde Rostock und dem Frauenkulturverein Die Beginen e.V.


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