Feministische Presserunde
Diskussion mit Teresa Bücker, Mithu Sanyal und Valerie Schönian | Moderation: Hadija Haruna-Oelker
Im Wahljahr 2026 stellt sich für Journalist:innen eine Frage noch einmal neu: Wie berichten wir über das Erstarken rechter und rechtsextremer Kräfte, ohne ihre Erzählungen zu übernehmen – und ohne gleichzeitig so zu erzählen, als sei längst alles verloren?
In dieser feministischen Presserunde schauen wir auf die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, auf Städte und den ländlichen Raum. Vielerorts wird das öffentliche Leben von rechten Kräften dominiert, mit spürbaren Folgen für Frauen und Minderheiten. Aber wir schauen auch auf die Menschen, Initiativen und zivilgesellschaftlichen Strukturen, die widersprechen, sich organisieren und demokratische Räume verteidigen.
Wir sprechen über die Rede vom „neuen Faschismus“ und die Verantwortung der vierten Gewalt, also auch über die Bedingungen unserer eigenen Arbeit: Wer spricht überhaupt noch mit Journalist:innen? Wer traut sich, öffentlich Haltung zu zeigen? Und wie kann Journalismus demokratische Räume nicht nur beobachten, sondern dazu beitragen, dass sie sichtbar bleiben?
Ob Klimakrise, Wohnungsnot oder Gesundheitsreform: Die feministische Presserunde sichtet die aktuelle Debattenlandschaft und ergänzt um Perspektiven, die andernorts verloren gehen oder an den Rand gedrängt werden.
Diese Perspektiven sind in Zeiten des Wahlkampfs umso wichtiger – feministische Perspektiven kommen jenseits von Parteikalkül aus der Mitte der Gesellschaft. Neben den Publizistinnen Mithu Sanyal, Teresa Bücker und Hadija Haruna-Oelker ist mit Valerie Schönian eine prominente Stimme aus den neuen Bundesländern dabei: Schönian, 1990 in Sachsen-Anhalt geboren, schreibt als freie Journalistin regelmäßig für ZEIT IM OSTEN und hat besonders im Blick, was die Menschen hier bewegt.
Moment, ist das „women only“? Natürlich nicht: Feminismus ist keine Frage des Geschlechts.
Vvk. 5 € zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei mvticket.de, Abendkasse: 8 €
Eintritt frei für Warnowpass-Inhaber:innen, Schüler:innen, Schwerbeschädigte, Inhaber:innen einer Ehrenamtskarte M-V – Anmeldung s. Kulturticket.
Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA. Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de
Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock
Die feministische Presserunde ist eine Idee der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen in Kooperation mit elf weiteren Landesstiftungen. Die Veranstaltung in Rostock ist eine Kooperation von Heinrich-Böll-Stiftung M-V und Literaturhaus Rostock.
Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.







