12.02.2026 | 19:00

PolDo: »Klima und Kapitalismus. Plädoyer für einen ökologischen Sozialismus«

Buchvorstellung mit Maximilian Hauer und Maria Neuhauss im Rahmen des politischen Donnerstags


© Schmetterling Verlag

Wie die Linke auf die Klimakrise politisch reagieren soll und welche theoretische Analyse dafür notwendig ist, ist heftig umstritten. In der Klimabewegung rufen viele dazu auf, sich an den einschlägigen Expert:innen zu orientieren. Andere wiederum sehen in ökologischen Fragen eher ein ideologisches Steckenpferd privilegierter Mittelschichten und banalisieren die Dramatik des Klimawandels.
 
Dieser ist inzwischen in vollem Gange: 2024 lag die globale Durchschnittstemperatur erstmals 1,6 Grad Celsius über der Temperatur des vorindustriellen Zeitalters, die magische 1,5-Gra-Marke des Pariser Klimaabkommens wird demnach bald dauerhaft überschritten sein. Doch das fossile Kapital sitzt weiterhin fest im Sattel und die politischen Entwicklungen lassen nicht hoffen, dass sich daran so bald etwas ändern wird. Während die Klimakrise weiter eskaliert, fehlen den Bewohner*innen der am stärksten betroffenen Erdregionen die Mittel, sich ausreichend gegen deren Folgen zu schützen.
 
In »Klima und Kapitalismus – Plädoyer für einen ökologischen Sozialismus« betten die Autor:innen naturwissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel in eine marxistische Kritik der kapitalistischen Produktionsweise ein und begründen daraus ein Plädoyer für einen ökologischen Sozialismus: eine Gesellschaft, in der über das Wie und Was der Produktion demokratisch entschieden wird und menschliche Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Nur unter diesen Bedingungen können die drängenden ökologischen Fragen der Gegenwart wirklich angegangen werden.

Maximilian Hauer (*1985) arbeitet als Soziologe an der BTU Cottbus und lebt in Leipzig. Er denkt seit einigen Jahren vor allem über die Frage der gesellschaftlichen Naturverhältnisse nach, veröffentlichte 2023 den sozialphilosophischen Essayband «Seuchenjahre» über die Covid-19-Pandemie und schreibt Essays und Rezensionen u.a. für Neues Deutschland und Jungle World.

Maria Neuhauss (*1988) hat Geschichte und Gesellschaftstheorie in Erfurt und Jena studiert und lebt in Leipzig. Sie ist in der linken und gewerkschaftlichen Bildungsarbeit aktiv und schreibt für verschiedene Publikationen. Politisiert wurde sie einst bei Greenpeace und einer studentischen Nachhaltigkeitsinitiative, bevor sie schließlich ins «rote» Lager überwechselte.

Eintritt frei

Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock

Eine Kooperation von Rosa-Luxemburg-Stiftung M-V, Soziale Bildung e.V. und Literaturhaus Rostock.

Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.