17.03.2020 | 15:00

Eröffnung der Kempowski Tage 2020


(c) Jens Steingässer

15.00 Uhr:

Vortrag Harald Welzer:

Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis

 

Harald Welzer erforschte mit seinen KollegInnen, wie der Holocaust seine Spuren im Familiengedächtnis hinterlassen hat. Dabei ging es vor allem um die Differenz zwischen dem, was man über den Holocaust wusste, und dem, was man davon weitergab. Der Umgang mit dem Zivilisationsbruch in der Familie entspricht kaum einmal dem Wissen darüber. Ein auch für Walter Kempowskis Werk wichtiger Sachverhalt, denn was erzählte ihm seine Mutter tatsächlich über Holocaust und Krieg, als er sie für die Romane seiner Deutschen Chronik befragte. Wie sprach er mit seinem Bruder darüber.

Harald Welzer liefert in seinem Vortrag Analyseansätze, die für das Verständnis des Kempowski-Kosmos immens wichtig sind.

 

17.00 Uhr:

Lesung und Vortrag

 

Aus den Lebenserinnerungen der Mutter (Margarethe) und des Bruders (Robert) von Walter Kempowski lesen Schauspieler des Volkstheaters Rostock.

Die Lesung wird begleitet durch einen Vortrag von Stephan Lesker (Universität Rostock), der die Texte unter ihren narrativen Gesichtspunkten einordnet und damit untersucht, wie diese Erinnerungen in das Romanwerk eingeflossen sind.

 

Eine Kooperationsveranstaltung des Kempowski Archivs Rostock, der Universitätsbuchhandlung Hugendubel und des Literaturhauses Rostock.

Eintritt frei

Ort: Universitätsbuchhandlung Hugendubel, Kröpeliner Str. 41 Rostock