Programmarchiv Literaturhaus Rostock

16. April 2019 | 20:00 Rückblick Antje Rávik Strubel »In den Wäldern des menschlichen Herzens«

Moderation: Claudia Kramatschek[mehr]

„Die Art und Weise, wie Antje Rávik Strubel über Literatur spricht, mit analytischer Intensität und von changierenden Blickpunkten aus, macht jede Veranstaltung mit ihr zu einem unwiederholbar eigenen Ereignis.“
So die Jurybegründung für den Preis der Literaturhäuser 2019. Am 16.04 durften wir Antje Rávik Strubel in Rostock begrüßen, ihr erster Stopp auf einer Lesereise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Gelesen wurde aus ihrem Episodenroman „In den Wäldern des menschlichen Herzens“.
Die Moderation übernahm an diesem Abend die Literaturkritikerin und Kulturjournalistin Claudia Kramatschek.
Kramatschek eröffnete den Abend mit einer Frage nach Strubels erstem Theaterstück, das zurzeit in Frankfurt aufgeführt wird. In Kooperation mit dem Frankfurter Schauspiel wird das Stück im Rahmen des Projektes „Stimmen einer Stadt“ inszeniert, ein lang gehegter Wunsch Strubels, der nun endlich in Erfüllung gegangen ist.
Neben dem Schreiben ihrer eigenen Romane, übersetzt Strubel auch aus dem Amerikanischen, vor allem die kalifornische Autorin Joan Didion. Strubel fasziniert die Präzision und Schärfe, die die Autorin auch in ihrem Schreiben sucht. Denn wenn Strubel schreibt, ist sie Antje Rávik Strubel, eine Person, die über den Menschen Antje Strubel hinausgeht. Eine Person im Schreibrausch, entrückt und  verändert.
Dennoch ist Strubel wenn sie schreibt kein komplett anderer Mensch    Themen, die sie persönlich beschäftigen, wie die ostdeutsche Perspektive, werden auch in ihren Romanen verarbeitet. Ein weiteres einschlägiges Thema in „In den Wäldern des menschlichen Herzens“ sind Grenzen   Grenzen des Körpers, des Begehrens, der Natürlichkeit. Strubel stellt die Frage, wo diese Grenzen sind und wie man sie überschreiten kann, ohne ins Groteske abzudriften. Die Grenzen des Natürlichen sollen verschwimmen und  - im besten Fall - das gesamte Konzept hinterfragt werden.
Während Strubel eine von den insgesamt dreizehn Episoden vorlas, hörte das Publikum gespannt zu. Durch ihr Erzählen und ihre beruhigende Stimme zog Strubel alle in ihren Bann.
In der gelesenen Passage sah man ganz klar die Auseinandersetzung mit Begehren, dem gewollten und ungewollten. Kramatschek fragte nach der Natürlichkeit des Begehrens. Strubel war  der Meinung, dass der deutsche Büchermarkt zurzeit viel zu „lahm“ und „schwerfällig“ sei. Es werden nur Geschichten von gescheitertem heterosexuellen Begehren erzählt. Strubel will dies überwinden. In „In den Wäldern des menschlichen Herzens“ wird das Verständnis von heteronormativer Liebe und dem binären Genderbegriff subvertiert und die Leser*innen zum Nachdenken angeregt. Strubel möchte das anarchistische Potential von Literatur ausnutzen und sich „austoben“.
Auch ihre zweite vorgetragene Passage griff die vorher angesprochenen Figuren und Themen wieder auf. Ein besonders interessanter Aspekt war hier das Licht. Nur mit Licht kann man sehen, doch auch hier subvertiert Strubel die Erwartungen. Sie ist der Meinung, dass man, wenn man etwas sieht, seine Wahrnehmung nur darauf begrenzt  und sich einschränkt. Im Zwielicht jedoch kommt die Wahrheit zum Vorschein.
Immer wieder versucht Strubel, den Status quo zu hinterfragen, denn die Wirklichkeit kann sich jederzeit verändern. Auch versucht sie, die gegenwärtig bestehende Sprache zu hinterfragen und anders zu benutzen. Besonders in ihrem gegenwärtigen Projekt „Weiter Schreiben“, in dem deutsche Schriftsteller*innen sich mit geflüchteten Schriftsteller*innen aus Syrien und Afghanistan über Sprache und das Schreiben austauschen, merkt Strubel, dass jedes Wort eine andere Bedeutung haben kann.
Zum Abschluss fragte Kramatschek nach kommenden Projekten.  Augenblicklich arbeitet Strubel an einem Roman, der sie seit 2012 beschäftigt. In ein bis zwei Jahren dürfen wir uns auf ein neues Meisterwerk von Antje Rávik Strubel freuen. Natalie Dielmann (Praktikantin im Literaturhaus Rostock)

16. April 2019 | 20:00 Antje Rávik Strubel »In den Wäldern des menschlichen Herzens«

Preis der Literaturhäuser 2019 | moderiert von Claudia Kramatschek[mehr]

Eine Reise in den Mittelpunkt des menschlichen Herzens. Leigh. René. Emily. Sara. Sie sind Liebende, Begehrende, sie sind unterwegs und begegnen einander in der kalifornischen Wüste, am Stechlin, in finnischen Wäldern und im Eiswind Manhattans. Renés Verlust der ersten Liebe und Emilys Verschwinden setzen einen Reigen an Beziehungen in Gang, in denen sich klassische Liebesvorstellungen auflösen. Sara. Ute. Katt. Gerade das Oszillieren zwischen Ländern und Geschlechtern entfacht eine Faszination, die sich in unvertrauter Sinnlichkeit und neuen Sexualitäten offenbart. Antje Rávik Strubel erzählt hellsichtig und leidenschaftlich von wilder Neugier, von Unruhe, Aufbruch und einem Begehren, wie man es in der deutschen Literatur lange nicht gelesen hat. Antje Rávik Strubel veröffentlichte die Romane ›Offene Blende‹ (2001), ›Unter Schnee‹ (2001), ›Fremd Gehen. Ein Nachtstück‹ (2002), ›Tupolew 134‹ (2004), ›Vom Dorf. Abenteuergeschichten zum Fest‹ (2007). Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, ihr Roman ›Kältere Schichten der Luft‹ (2007) war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Rheingau-Literatur-Preis sowie dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet, der Roman ›Sturz der Tage in die Nacht‹ (2011) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. 2019 erhält sie den Preis der Literaturhäuser. In der Jurybegründung heißt es hierzu: "Die Art und Weise, wie Antje Rávik Strubel über Literatur spricht, mit analytischer Intensität und von changierenden Blickpunkten aus, macht jede Veranstaltung mit ihr zu einem unwiederholbar eigenen Ereignis. Auf uns, das Publikum, springen die Funken ihrer Gedankenwelt über, setzen sich fest und fort, ob sie nun über eigene Bücher spricht oder sich als Leserin oder als Übersetzerin (von Joan Didion, Favel Parrett, Lucia Berlin) in den Dienst anderer stellt.
Eine ganze Reihe eigenwilliger Roman- und Prosawerke, u.a. der Roman »Tupolew 134«, lagen bereits hinter ihr, als Antje Rávik Strubel mit »Kältere Schichten der Luft« den Grundstein für eine Roman-Trilogie legte, die mit »Sturz der Tage in die Nacht« fortgeführt und mit »In den Wäldern des menschlichen Herzens« vollendet wurde. Die drei Werke lösen Selbstentwürfe und Lebenslinien aus ihren festen Fügungen, zeichnen Realität jenseits von Gewissheit und offenbaren eine kühne Engführung von Natur und Körperlichkeit." Der mit 15.000 Euro dotierte Preis der Literaturhäuser wird mit Unterstützung des Kulturpartners ARTE seit 2002 jährlich an Autorinnen und Autoren vergeben, die mit ihrem Werk und dessen Präsentation ästhetische Maßstäbe setzen. Preisträger waren zuletzt Ulf Stolterfoht, Terézia Mora und Jaroslav Rudiš. Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Straße 21, 18057 Rostock
Eintritt: 8,- €/erm. 6,- €
Vvk. in der anderen buchhandlung; im Pressenzentrum und unter diesem Link. 

10. April 2019 | 20:00 ABGESAGT: Inger-Maria Mahlke: »Archipel«

Die Veranstaltung wird voraussichtlich Ende Mai 2019 nachgeholt. Weitere Informationen folgen. Alle bereits erworbenen Karten behalten aber ihre Gültigkeit.[mehr]

Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018! Teneriffa, 2015: Rosa kehrt nach einem abgebrochenen Kunststudium aus Madrid zurück auf die Insel, in das Haus der Bernadottes, die einst die Geschicke der Insel bestimmten. Rosa sucht. Was, weiß sie nicht genau, doch es scheint, als könnte sie es im Altenheim von La Laguna finden. Ausgerechnet dort, wo Julio noch mit über neunzig Jahren den Posten des Pförtners innehat. Julio: Kurier im Spanischen Bürgerkrieg, Gefangener der Faschisten. Heute hütet er die letzte Lebenspforte der Alten von der Insel. Julio ist Rosas Großvater, aber kein Bernadotte – er kennt Privilegien nur als die der anderen. Von seiner Tochter hält er sich fern, seit sie in den vormals einflussreichen Clan hineingeheiratet hat und als Politikerin aktiv ist … Inger-Maria Mahlke ist in nur wenigen Jahren zu einer der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen avanciert. Ihre mitreißende Erzählkunst widmet sich den Wohlangesehenen ebenso wie den Namenlosen: In »Archipel« führt sie rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege. Entstanden ist ein großer europäischer Roman von der Peripherie des Kontinents: der Insel des ewigen Frühlings, Teneriffa.

Inger-Maria Mahlke wuchs in Lübeck und auf Teneriffa auf, studierte Rechtswissenschaften an der FU Berlin und arbeitete dort am Lehrstuhl für Kriminologie. 2009 gewann sie den Berliner Open Mike, 2010 debütierte sie mit »Silberfischchen«, es folgten der Roman »Rechnung offen« und »Wie Ihr wollt« (Shortlist Dt. Buchpreis). Sie wurde u.a. mit Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Ernst-Willner-Preis ausgezeichnet und war Stipendiatin im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop.

03. April 2019 | 20:00 Rückblick PENG PENG PARKER

Live-Programm mit Nora Gomringer, Phillip Scholz, Phillip Fischkorn[mehr]

Am 03. April durften wir das bunte Trio, bestehend aus Nora Gomringer (Gesang), Phillip Scholz (Schlagzeug) und Phillip Fischkorn (Piano), im Literaturhaus Rostock begrüßen. Sie performten für uns Lieder von ihrer neuen CD „Peng Peng Parker“, sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch. Begleitet wurde die talentierte und ausdrucksvolle Sängerin Nora Gomringer von Phillip Scholz auf dem Schlagzeug, Akkordeon, Xylofon und anderen kreativen Instrumenten, und von Phillip Fischkorn auf dem Klavier. Nach einem kurzen Willkommen von Emily Grunert (Programmleitung Literaturhaus Rostock) kamen die Künstler auf die Bühne. Eröffnet haben sie mit „Ein sehr kurzes Lied“ („A Very Short Song“), eher untypisch durch die Begleitung eines Klatschspieles. Genauso unkonventionell ging der Abend auch weiter.  Weiter ging es mit dem Vortrag der englischen Version mit Begleitung durch Schlagzeug. Nach zwei weiteren Liedern gab es eine kurze Unterbrechung. Gomringer erzählte uns über den Ursprung ihrer Songs: den Gedichtbändern von Dorothy Parker. Sie schrieb im 20. Jahrhundert Gedichte über Themen wie Liebe, Vertrauen und Herzschmerz. Ein weiteres nennenswertes Thema war ihr Hund. „Gedicht für einen bestimmten Hund“ („Verse For A Certain Dog“) kitzelte aus dem Publikum, nicht zum ersten Mal, ein Lachen heraus. Die ausdrucksvolle und charmante Art, auf die Gomringer die Lieder sang und vortrug, verzauberte den vollen Raum. Die Chemie zwischen den Künstlern trug zu einer tollen Atmosphäre bei. Den Spaß, den das Trio hatte, übertrug sich auf das Publikum.
Nach zwei bis drei Liedern schon Gomringer immer wieder Informationen zu Parkers Leben dazwischen, was den Abend nicht nur unterhaltend machte sondern auch informativ.
Den Abschluss bildete die melancholische Ballade „Koda“ („Coda“).
Nach einer Verbeugung wurde das Trio mit tosendem Applaus von der Bühne geführt. Das Publikum konnte nicht genug kriegen, und zum Glück kamen Gomringer, Scholz und Fischkorn noch für zwei weitere Lieder zurück.
„Das ist nicht nur Fun und Games, wir sind hier um eine CD vorzustellen.“ Und das taten sie auch sehr erfolgreich. Nach dem kleinen Konzert blieben alle drei noch gerne zurück um Bücher und CDs zu signieren und mit den Zuschauern zu reden.
Alles in allem war es ein wunderbarer Abend, Gomringers geschmeidige Stimme und charmanter Witz hat das Publikum sofort gefangen genommen. Scholz spielte voller Körpereinsatz nicht nur Schlagzeug sondern auch diverse andere Instrumente, die man teilweise nicht beim Namen nennen kann. Fischkorn, der Zusatz für die Live-Performances, passte hervorragen zu den anderen beiden und überzeugte mit seinem Können während seines kurzen Solos. Das Vergnügen, mit dem die drei für das Publikum gespielt haben, war greifbar und führte zu einem tollen Abend.
Wir bedanken uns sehr für diesen unvergesslichen Abend. Eine gemeinsame Veranstaltung mit Voland & Quist. Natalie Dielmann ( Praktikantin Literaturhaus Rostock)

03. April 2019 | 20:00 Nora Gomringer & Philipp Scholz: »PENG PENG PARKER«

Konzert & Lesung[mehr]

Dorothy Parker war eine schriftstellerische Ikone, die wie kaum eine andere mit viel Witz und Charme über Beziehungen und Streitgkeiten der Geschlechter geschrieben hat. Als Oscar-Nominierte, Werbetexterin und Geliebte durchlebte sie viele bezeichnende Momente in New York und Hollywood der 1920er Jahre - und brachte diese in Form von humorvollen, zum Teil auch spöttischen, Gedichten zum Ausdruck. Das Duo Gomringer & Scholz hat nun aus diesen Dichtungen Songs erschaffen, die die Welt der Parker wieder im neuen Glanz erstrahlen lassen und den Zuhörer*innen die Personen aus ihrem Leben vor Augen führen. Es werden sowohl das englische Original, als auch die von Ulrich Blumenbach verfassten Übersetzungen zu gleichen Teilen erklingen. Melodien, für Kollegen, Hunde und Männer, die schon lange darauf warten, gehört zu werden! Nora Gomringer hat sieben Lyrikbände vorgelegt und schreibt für Rundfunk und Feuilleton. Zuletzt veröffentlichte sie den Band "Mein Gedicht fragt nicht lange reloaded" (Voland & Quist 2015) sowie "Morbus" (2015). Für Goethe Institut und Pro Helvetia reist sie um die (Literatur-)Welt.
Sie ist Mitherausgeberin des Jahrbuchs der Lyrik 2015 (DVA) und leitet das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen sowie Aufenthaltsstipendien wurde ihr 2011 der Jacob-Grimm-Preis als Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache und 2012 der Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik zuerkannt. 2015 erhielt sie den Weilheimer Literaturpreis und im Juli den Ingeborg-Bachmann-Preis. Philipp Scholz, geboren 1990, ist Jazz-Schlagzeuger und hat seinen Lebensmittelpunkt in Leipzig. Er spielt in zahlreichen Bands und Formationen, mit denen er mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt gewann seine Band PLOT den Jungen Münchner Jazzpreis 2014. Die CD »PENG PENG PARKER« (Voland & Quist) ist ab dem 15. Februar erhältlich. Ort: Literaturhaus Rostock, Doberaner Straße 21, 18057 Rostock
Vvk.  8,- € zzgl. Gebühr in der anderen buchhandlung; im Pressenzentrum und unter diesem Link.

Abendkasse: 10,- € / erm. 8
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Eine gemeinsame Veranstaltung mit Voland & Quist.

02. April 2019 | 11:15 Johnson Vorlesung

Vorlesung zu Uwe Johnson von Prof. Dr. Holger Helbig[mehr]

Obwohl er nur kurze Zeit in Rostock studierte, vier Semester Germanistik, von 1952 bis 1954, ist Uwe Johnson {1934-1984} der Schriftsteller, dessen Name am engsten mit der Stadt verbunden ist: Die historisch-kritische Ausgabe seiner Werke entsteht hier und trägt den Namen »Rostocker Ausgabe«. Die Vorlesung soll den Schriftsteller und sein Werk näher vorstellen. Sie findet im Literaturhaus statt, um den Lesern aus der Stadt die Gelegenheit zu geben, sich zum einen kennenzulernen und zum anderen zu erfahren, was an der Universität vor sich geht. Uwe Johnson wurde 1934 Kammin (Pommern), dem heutigen Kamien Pomorski, geboren und war ein deutscher Schriftsteller. Familie zog 1946, nachdem sie nach Mecklenburg geflüchtet waren, nach Güstrow. Von 1952–1956 studierte  er Germanistik in Rostock und später in Leipzig. Seinen ersten Roman „Ingrid Babendererde" vollendete er 1956, dieser wurde aber erst posthum im Jahr 1985 veröffentlicht. 1959 veröffentlichte er offiziell seinen ersten Roman „Mutmassungen über Jakob“. Sein Hauptwerk ist die vierbändige Reihe „Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“, welche zwischen 1970 und 1983 im Suhrkamp Verlag erschien. 1971 wurde er mit dem „Georg-Büchner-Preis“ ausgezeichnet und 1972 war er Vizepräsident der Akademie der Künste zu Berlin (West). Im Jahr 1984 starb Johnson an Herzversagen in Sheerness on Sea, England. Prof. Dr. Holger Helbig wurde 1965 in Mühlhausen (Thüringen) geboren. Er hat von 1987 bis 1993 in Jena und Erlangen studiert, 1995 über Uwe Johnson promoviert und 2003 mit einer Arbeit zu Goethes Farbenlehre habilitiert. Von 2005 bis 2009 war er als Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2009 ist er Inhaber der Uwe-Johnson-Stiftungsprofessur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts an der Universität Rostock. Veranstaltungsort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Straße 21, 18057 Rostock
Eintritt frei. Termine im Sommersemester
Dienstags 11.15-12.45Uhr:
April 2./9./16./23./30.
Mai 14./28.
Juni 4./18./25.
Juli 2./9.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhauses Rostock und der Universität Rostock.