Programmarchiv Literaturhaus Rostock

27. Februar 2018 | 20:00 Rostock schreibt: Dietmar Guth: »Anders gesagt«

Buchpremiere & Gespräch [mehr]

Dietmar Guth war in der Reihe »Rostock schreibt« am 27. Februar im Literaturhaus zu Gast. Der Autor stellte seinen neuen Roman »Anders gesagt« vor: Protagonist der Geschichte ist ein Vater, dessen Sohn beschließt, sein Leben zu beenden. Daraufhin reist der Vater in die Stadt seines toten Sohnes und bezieht dessen Wohnung. Als Einstieg las der Autor aus dem ersten Kapitel seines Romans, wodurch die Zuhörer einen guten Eindruck des Buchs und seines hohen Realitätsgehaltes bekamen. Schon der Titel lässt erahnen, dass der Roman anders ist: Die Erwartungen des Lesers an einen Text mit den Themen Tod und Verlust sollen laut Dietmar Guth unterlaufen werden, da der Vater den Tod seines Sohnes nicht im herkömmlichen Sinne verarbeitet. Im Gespräch mit Erik Münnich wurde klar, warum Trauer und Tod dennoch zu den beherrschenden Motiven in »Anders gesagt« gehören. So sei ein Auslöser hierfür Guths Zivildienst auf einer chirurgischen Intensivstation, welcher ihn zugleich beeindruckt und betroffen hat. Darüber hinaus färbe die melancholische mecklenburgische Landschaft ab. Landschaften spielen neben einer bestimmten Familienkonstellation und der Heimat in jedem von Guths Werken eine wichtige Rolle. Der Autor, der schon als Kind Texte verfasste, zählt Heidegger, Kafka und Claude Simon zu seinen Vorbildern. Rituale während des Schreibprozesses habe er nicht mehr, so Guth, lediglich feste Zeiten.
Leser können sich auf weitere Werke Dietmar Guths freuen, der zurzeit an einer längeren Erzählung und einem Roman arbeitet. Dietmar Guths Novelle »Basalt« ist in der Reihe Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern erschienen, die vom Literaturhaus Rostock herausgegeben wird. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Dietmar Guth, geboren 1959 in Königsbronn auf der Schwäbischen Alb, studierte Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg. In den 1980er und 90er Jahren schrieb er u.a. für Radio Bremen und den Bayerischen Rundfunk Hörspiele.
2006 zog Guth nach Mecklenburg, sechs Jahr später nach Rostock. Er erhielt mehrere Stipendien, darunter Förderungen des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop (2009) und das Stipendium des Lan­des Mecklenburg-Vorpommern (2014). Auf sein Prosadebüt »Basalt« (2012) folgten der Roman »Drei Geschichten der Unberührbarkeit« (2014) und die Erzählung »Wege wegwohin« (2015), die zusammen mit dem Erstling eine Trilogie bilden. »Anders gesagt« ist Dietmar Guths erstes Buch im freiraum-verlag.

25. Februar 2018 | 14:30 Rostock schreibt: Sofalesung mit der »Literarischen Polstergruppe«

Lesung & Gespräch mit Rostocker Autoren[mehr]

Moderation: Jens Lippert und Ulrika Rinke
Platti Lorenz, Henni-Lisette Busch, Wiebke Salzmann und Beat Mundwiler sind Teil der »LPG« – die Abkürzung steht für »Literarische Polstergruppe« und beschreibt das Konzept des MV-weit vernetzten Autorenkollektivs, in gemütlicher, intimer Atmosphäre ihre Texte vorzustellen. An diesem Nachmittag wird das Literaturhaus zum Wohnzimmer, und die Rostocker Autorinnen dieses losen Literaturproduktions-Zusammenschlusses geben Einblick in ihr Schaffen. Das Spektrum dieser höchst individuellen Schreiber reicht von Fantasy über historisch basierte Kriminalstoffe bis zu sensibler reflexiver Prosa. Für das leibliche Wohl ist an diesem literarischen Nachmittag ebenfalls gesorgt: Tee, Kaffee und selbstgemachten Kuchen gibt es gegen Spende. Eintritt: 3,- €
Kaffee, Tee, Kuchen und Snacks gegen Spende
Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Straße 21, 18057 Rostock

23. Februar 2018 | 20:00 Rostock schreibt: HausLese 800

Moderation: Tobias Wolff und Jens Lippert [mehr]

Die meiste Bühne der Welt hat seit Erteilung des Lesebühnenrechts die Jahrhunderte überdauert und lässt auch das neue Jahr nicht in Ruhe. Schreiberlinge und Musikanten lesen und singen ihre Werke, während Tobi und Jens völlig planlos versuchen, so etwas Ähnliches wie eine Moderation zu bewerkstelligen. Alle, die das noch nicht erlebt haben, werden skeptisch auf den Termin schauen. Doch Gewissheit ist möglich, gerade im (leicht aufgerundeten) 800. Jahr:
Erst nach dem Besuch der HausLese könnte die Behauptung widerlegt werden, dass es sich hierbei nicht nur um die meiste, sondern trotz aller Unwahrscheinlichkeit auch um die unterhaltsamste Lesebühne der Welt handelt! Eintritt frei! Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Straße 21, 18057 Rostock