Programmarchiv Literaturhaus Rostock

29. März 2026 | 15:00 Silent Reading im Café Marat

Möchtet ihr in Ruhe lesen, aber nicht ganz allein in den eigenen vier Wänden sein, wo die To-dos stören? Wir öffnen das Café Marat, stellen Tee und Kaffee bereit, lassen die Musik aus und klappen die Buchdeckel auf. Wer möchte,...[mehr]

Möchtet ihr in Ruhe lesen, aber nicht ganz allein in den eigenen vier Wänden sein, wo die To-dos stören? Wir öffnen das Café Marat, stellen Tee und Kaffee bereit, lassen die Musik aus und klappen die Buchdeckel auf. Wer möchte, kann sein Smartphone am Tresen hinterlegen, um wirklich ungestört zu sein. Und wer nicht das passende Buch dabeihat, kann in unserer Auswahl stöbern. Fühlt euch wie zu Hause und in guter Gesellschaft! 15 bis 18 Uhr Eintritt frei, Spenden willkommen Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock Eine Kooperation von Literaturhaus Rostock und Subraum eG. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.

27. März 2026 | 20:00 »wieder sprechen«: Diskussion mit Bernhard Pörksen (»Zuhören«) und Nils C. Kumkar (»Polarisierung«)

Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock) | Livestream unter twitch.tv/lithausrostock [mehr]

Wie kommen wir wieder ins Gespräch, wie viel Differenz halten wir aus in polarisierten Zeiten? Gemeinsam mit dem Volkstheater suchen wir in der Reihe »wieder sprechen« den Dialog mit Vertreter:innen gegensätzlicher Positionen. Einander zu widersprechen ist ausdrücklich erwünscht, zugleich geht es darum, das Gegenüber zu hören und dessen Positionen gelten zu lassen, auch wenn man sie nicht teilt. Doch wie geht das überhaupt? Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stehen die Voraussetzungen für einen gelingendes Gespräch. Zuhören, Gehörtwerden, den Dialog auf Augenhöhe führen – das sind Schlagworte unserer Zeit, Formeln der politischen Rhetorik. Was heißt es, wirklich zuzuhören, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen? Warum hört man so lange nicht auf die Opfer sexuellen Missbrauchs, auf die Warnungen vor dem Klimawandel? Bernhard Pörksen zeigt, welche Mechanismen das Zuhören verhindern – ob im privaten Umgang oder in der Öffentlichkeit. Und er präsentiert Ansätze und Methoden, die Offenheit und empathisches Zuhören ermöglichen. Die Schlüsselfrage: Wie erreicht man diejenigen, die man nicht mehr erreicht? Polarisierung ist keineswegs ein Ausnahmezustand, sondern notwendig in einer Demokratie, sagt der Soziologe Nils C. Kumkar. Was unterscheidet die gegenwärtige, »freidrehende« Polarisierung des Rechtspopulismus von der »normalen«, und wie kann man – wenn überhaupt – ihre Mechanismen durchbrechen?   Vvk. 5 € zzgl. Gebühr (Pressezentrum/mvticket.de); Abendkasse: 8 € Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA. Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock
Eine Kooperationsveranstaltung des Literaturhauses Rostock mit dem Volkstheater Rostock und der Landeszentrale für politische Bildung M-V. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.

26. März 2026 | 19:00 Ernst Pradel: »Dort im Osten, dort irgendwo«

Lesung & Gespräch | Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock) [mehr]

Wie bringt man Geschichte zum Sprechen, damit man sie versteht? Der Rostocker Autor Ernst Pradel hat sich in seinem Debüt auf die Suche nach seinen Wurzeln begeben, die in Schlesien, dem kaiserlichen Österreich, Polen und Mecklenburg liegen. In literarischen Versatzstücken erzählt er seine Geschichte und die seiner Familie seit den 1930er Jahren bis zur Ankunft im vereinten Deutschland und am Ufer der Warnow. Oft sind es kleine Begebenheiten, in denen sich die Zusammenhänge von großer Geschichte und privaten Schicksalen enthüllen. Das Erzählen ist getragen von einer Menschenfreundlichkeit, die sich den »kleinen« Leuten und ihren unerzählten Lebensläufen zuwendet – ein Buch, das dazu einlädt, ins Gespräch zu kommen über Geschichte und Gegenwart. Eintritt: 7 € (Reservierungen möglich unter: Tel. 038203 - 62325)  Ort: Literaturverein Ehm-Welk-Haus e.V., Dammchaussee 23, 18209 Bad Doberan Eine Kooperation mit dem Literaturverein Ehm-Welk-Haus e.V.  Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.

22. März 2026 | 17:00 Steffi Hentschke: »Manchmal würde ich gern schreien. Mein Ringen um eine Haltung im Nahostkonflikt«

Lesung & Gespräch | Moderation: Ulrich Gutmair (taz) [mehr]

2012 reist Steffi Hentschke das erste Mal nach Israel und Palästina. Ihre Reportagen schreibt die junge Journalistin über den Besatzungstourismus, am Strand von Tel Aviv fragt sie sich, warum sie sich hier wohlfühlt – trotz Krieg und Gewalt. Sie reist ins Westjordanland, den Iran, den Libanon, entscheidet sich, Nahostkorrespondentin zu werden. In diesem Buch verbindet sie persönliche Erfahrung mit politischer Analyse, beschreibt die Entwicklungen vor und nach dem 7. Oktober 2023 und ringt um eine Haltung, die Widersprüche aushält. Ein Buch für alle, die glauben, dass Komplexität kein Hindernis, sondern der einzige Weg ist, über diesen Konflikt zu sprechen.  Steffi Hentschke, geboren 1988, berichtet als Nahost-Korrespondentin tagesaktuell für DIE ZEIT und wird für ihre Analysen über den israelisch-palästinensischen Konflikt geschätzt. Sie arbeitet regelmäßig für die Bundeszentrale für politische Bildung, spricht als Expertin und moderiert Diskussionsrunden. Vvk. 5 € zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei­ mvticket.de, Abendkasse: 7 € Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA. Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock Eine Kooperationsveranstaltung von Literaturhaus Rostock mit der Landeszentrale für politische Bildung M-V. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.

17. März 2026 | 15:00 »Geschichtsbilder & Zeitzeugen«

Ein Schulprojekt zur DDR-Geschichte in Rostock [mehr]

"Wonach roch der Intershop?"

Wir sind Gedächtnis!

Der Verein Kempowski Archiv Rostock. Ein bürgerliches Haus e.V. plant in Kooperation mit dem Jungen Literaturhaus Rostock (Weltenschreiber für M-V) das diesjährige Schulprojekt „Geschichtsbilder und Zeitzeugen“.

Dafür suchen wir Menschen, die Schülerinnen und Schüler und uns Auskunft geben (anonym):
z. B.: Hattest Du einen Spitznamen? Erinnerst Du Dich an ein Foto aus deinem Leben? oder auch Wie hast Du den 17. Juni 1953 erlebt? Den 13.8.1961 (Mauerbau)? Den 9.11.1989 (Mauerfall)? Den 11. September 2001?

Wir möchten Sie in diesem Rahmen ganz herzlich zu unserem Auftakt am 17. März 2026 ins Peter-Weiss-Haus, 15–17 Uhr einladen, wo wir das Projekt vorstellen und eine erste Befragung starten möchten.

Der Autor und Journalist Jochen Schmidt wird das Projekt und die Methode der Zeitzeugenbefragung vorstellen sowie Einblicke in ein bereits erfolgreich durchgeführtes Zeitzeugenprojekt aus Berlin-Marzahn geben. Anschließend soll ein auf Rostock zugeschnittener Fragenkatalog zusammengestellt werden, den Schüler:innen für die Interviews nutzen können. Termin: 17.03.2026, 15–17 Uhr Ort: Peter-Weiss-Haus Rostock Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter: kipro@literaturhaus-rostock.de Das Schulprojekt Mit dem Projekt können Schüler:innen eine direkte Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte in Rostock erleben. Indem sie selbst mit den Zeitzeugen sprechen und ihnen auf persönlicher Ebene begegnen, wird ein besonderer und nachhaltiger Zugang zur Vergangenheit ermöglicht. Die Schüler:innen befragen zunächst Familie, Freunde und Bekannte, anschließend ermöglichen wir den Austausch mit weiteren Personen. Besonders wichtig ist uns bei diesem Projekt, die Vielfalt von Erinnerungen lebender Zeitzeugen zu sammeln, zu dokumentieren und zu bewahren. Die Befragten werden aus eigener Erfahrung vom Alltag, der Schulzeit, dem Arbeitsleben und den Repressionen in der DDR-Diktatur berichten. Wir möchten dadurch ein tieferes Verständnis für politische Systeme, gesellschaftliche Strukturen und demokratische Erinnerungskultur fördern. Jochen Schmidt (geb. 1970) schrieb u.a. die Romane »Müller haut uns raus«, »Schneckenmühle«, »Zuckersand«, »Ein Auftrag für Otto Kwant«. Zum 25. Jubiläum des Mauerfalls veröffentlichte er zusammen mit David Wagner »Drüben und drüben – zwei deutsche Kindheiten«. Jochen Schmidt lebt in Berlin.
Das Projekt wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung M-V und von dem ALG-Projekt „Wortwächter – Geschichten von Zensur, Mut und Demokratie“. 

14. März 2026 | 19:00 »terrain vague«

Freiluft-Lesebühne[mehr]

»terrain vague« ist eher Lesewiese als Lesebühne. Die Gründer:innen Everest Girard, David Lorenz und Claudia Schlegel laden zu Lesungen in Gärten oder Innenhöfen jeweils zwei bis drei Autor:innen ein, meist aus Rostock/M-V, und tragen in einem etwa 1-stündigen Programm gemeinsam mit ihnen Kurztexte vor. Leseorte und Atmosphäre wechseln, das Setting bleibt: ein Stuhl, ein Tisch, ein Lautsprecher. Das Publikum sitzt auf Decken oder Klappstühlen. Parallel zur Lesung entsteht ein Text – alle dürfen mitschreiben und Textstücke anfügen, ohne zu wissen, was in den vorhergehenden Abschnitten steht. Am Ende wird der Text in seiner Gänze enthüllt und vorgelesen. Im Anschluss wird getanzt. Mit den Autorinnen Ulrike Sebert und Silke Peters und den Künstler:innen Lucas Gervilla (Video) und fey (Musik). Eintritt frei, Spenden willkommen Ort: strahlwerk, labor zirkulärer kultur, Dähnholmstraße 7, 18439 Stralsund
 
Weitere Informationen: Instagram: terrainvague.freilufttexte //Webseite: https://www.everestgirard.de/terrainvague.html Weitere Termine: 25.04. um 16 Uhr im Internationales Begegnungszentrum Rostock mit Valeriia Karpova und Henrietta Hartl 09.05. um 18 Uhr in der FRIEDA 23 mit Steffen Dürre 23.05. um 13 Uhr in der Schulstr. 4 mit Stephan Deglow und Jens Lippert 24.05. um 12 Uhr bei der Kommune Güstritz mit Stephan Deglow und Jens Lippert 13.06. um 18 Uhr bei Barrierefreies Rostock mit Alina Mathias und Beat Mundwiler 04.07. um 16 Uhr im Kulturhof Letschow 26.08. um 17 Uhr im Erlebnisgarten der Kleingartenanlage Weiße Rose mit Crispin Scholz, Daniela Albrecht und Sandra Pixberg »terrain vague« ist eine unabhängige Lesereihe in Kooperation mit dem Literaturhaus Rostock. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.

14. März 2026 | 18:00 Ausverkauft! Meike Rötzer erzählt Anna Karenina

Ausverkauft! Eventuell Restkarten an der Abendkasse | Russischer Liebesschlamassel, frei erzählt! | Dauer: ca. 2 h, mit Pause. / Charlotte Balle, Violine[mehr]

Die Schauspielerin Meike Rötzer ist Gründerin des Erzählbuchverlags: Im Audio-Format präsentiert sie hier die großen Romane und Dramen der Weltliteratur, frei erzählt in eigens erarbeiteten Fassungen. An diesem Nachmittag nimmt sie uns mit in eines der größten Liebesschlamassel der Literaturgeschichte: Anna Karenina! Tolstois weltberühmter Roman über eine Frau, deren Leben zwischen ihrer Liebe zu Offizier Wronski und den gesellschaftlichen Zwängen zerbricht, fasziniert noch heute, fast 150 Jahre nach seinem Erscheinen. Das achtteilige Epos über den zaristischen Staat und das Krisengebiet Familie verwandelt sich auf der Bühne in ein gemeinsames Hörerlebnis mit viel Raum für Kopfkino. Meike Rötzer arbeitete u.a. auf den Bühnen von Karlsruhe, Kiel und in den Berliner Sophiensaelen. Seit 2007 spricht sie Hörspiele und Hörbücher ein und war für den Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin nominiert. Mit ihren selbst verdichteten Werken der Weltliteratur tritt sie u. a. am Deutschen Theater Berlin und in Literaturhäusern auf und bestreitet mit dem Rundfunksymphonieorchester Berlin Erzählkonzerte. Der rbb strahlt seit 2023 die von ihr mitbegründete Erzähllounge »Richtig gutes Zeug!« aus. Charlotte Balle war u.a. am Staatsorchester Stuttgart, an der Staatsoper Hamburg und bei den Stuttgarter Philharmonikern Mitglied der ersten Violinen. Sie ist erste Geigerin des Streichquartetts Ladystrings, das sich inszenierten Konzerten verschrieben hat. Als Solo-Partnerin stand sie an der Seite von Jon Lord (Deep Purple), Silje Nergaard und Größen des Pop wie Robbie Williams auf den Bühnen dieser Welt.   Karten erhalten Sie im Volkstheater Rostock (theaterkasse@rostock.de/0381 381-4700) sowie online. je 21 € (Sollten Sie Karten für den 18. Januar gekauft haben, können Sie diese an der Theaterkasse tauschen bzw. zurückgeben.) Ort: Volkstheater Rostock (im Ateliertheater), Doberaner Str. 135, 18057 Rostock Eine Kooperation von Volkstheater Rostock & Literaturhaus Rostock. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.