Programmarchiv Literaturhaus Rostock
26. Juni 2026 | 19:30 RISSE-Lesung: Heft 56 „ECKE mit Marianne Beese und Beat Mundwiler
Präsentation der 56. Ausgabe „ECKE“ der Literaturzeitschrift RISSE[mehr]
Das Schicksal und das Glück – sie lauern immer gleich um die Ecke. Und im neuen Heft der RISSE, das in Nummer 56 um dieselbe mit neuer Literatur aus allen Ecken und Enden MVs denken möchte. Vierzehn Autorinnen und Autoren eckten an. Die Lyriker:innen sind in der Überzahl: Marianne Beese, Steffen M. Diebold, Ulrich Grasnick, Stephan Langhans, Holger Lehmann, Arno Reis, Johanna Sailer und Anke vom Sund. Auch die Prosa hat schicksalhafte und glückliche Ecken und Kanten: Burkhard Bartsch, Jürgen Landt, Anne Martin, Beat Mundwiler, Bernd Schick und Erik Wind. Erich Kästner würde sagen: „An jeder Ecke konnte etwas passieren.“ Ecken in Serie und eine Passion für Strukturen finden sich in den Grafiken des Rostocker Künstlers Paul Seko. Ein ungewöhnliches WIEDERGELESEN zu Bertolt Brecht, das sich gewaschen hat, schrieb Helmuth Lethen. In WIDERGELESEN streiten sich Euphoricus und Dysphoricus um den »Goldstrand« von Katerina Poladjan; die LITERATURKRITIK widmet sich Büchern von Peter Wawerzinek, Helene Bukowski und Barbara Honigmann und der Lyrik von Kai Pohl und Bertram Reinecke. Wie im richtigen Leben gilt das Sepp Herberger-Wort: „Das Runde muss ins Eckige“. MARIANNE BEESE, geb. 1953 in Stralsund, Dr. phil., Studium der Germanistik und Geschichte in Leipzig, 1982 Promotion über die späte Lyrik Hölderlins, lebt als freie Autorin, Lektorin und wissenschaftliche Projektmitarbeiterin in Rostock; veröffentlichte Dichterbiografien, Lyrikbände, Essaysammlungen, historische Monografien; letzte Veröffentlichung: Einklang und Fremdheit im Verhältnis von Mensch, Natur und Gesellschaft (ß Verlag Rostock, 2025); s. a. RISSE 11, 12, 20 und Sonderheft 5. BEAT MUNDWILER, geb. 1962 in der Schweiz, seit 2015 in Rostock, Biologe, bildender Künstler, Autor, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock; Debüt mit Carlito. Oder – Ein Fisch gehört ins Wasser, auch wenn es nur ein Aquarium ist (Edition Voss im Horlemann Verlag, 2013), bislang sechs Buchveröffentlichungen, zuletzt Notausgänge (Haffnitzverlag, 2023).; s. a. Risse 51 und 54. Die RISSE - Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern wurde 1997 gegründet, das erste Heft erschien 1998. Die RISSE widmet sich seitdem in halbjährlich erscheinenden Heften neuer Literatur aus MV. Eine ehrenamtlich arbeitende Redaktion stellt mit jeder Ausgabe einen weiteren aktuellen Überblick zur Gegenwartsliteratur aus MV mit zuvor unveröffentlichten Texten zusammen und blickt im literaturkritischen Teil mit Essays, Interviews und Rezensionen auf die Literatur im deutschsprachigen Raum. (www.risse-mv.de) Eintritt frei/Spenden willkommen Ort: Kartenraum im Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock Eine Kooperation von RISSE - Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern, terrain vague und Literaturhaus Rostock. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.24. Juni 2026 | 19:00 Jana Hensel: »Es war einmal ein Land. Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet«
Buchvorstellung & Gespräch | Moderation: Prof. Wolfgang Muno (Universität Rostock) [mehr]
Was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun von immer mehr Ostdeutschen in Zweifel gezogen – die Demokratie in Ostdeutschland. Der lange Weg nach rechts begann für viele dabei einmal links. Er führt durch eine wiedervereinte Bundesrepublik, die selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt. Hensel reiht sich nicht in gängige Narrative über den Osten ein: Sie nimmt uns mit auf eine Reise, an deren Ende sie eine Erklärung dafür zu finden hofft, warum Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr ist. Jana Hensel, geboren 1976, aufgewachsen in Leipzig, wurde mit dem Porträt der jungen ostdeutschen Generation »Zonenkinder« (2002) bekannt. Sie arbeitet als Journalistin für DIE ZEIT, veröffentlichte zahlreiche Bestseller und wurde u.a. als Journalistin des Jahres für ihre Berichterstattung über Ostdeutschland geehrt. Vvk. 8 €/5 € erm.* zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei mvticket.de, Abendkasse: 12€/8 €erm.* *Ermäßigt für: Schüler:innen, Mitglieder im Literaturhaus Rostock e.V., Schwerbeschädigt, Inhaber:innen einer Ehrenamtskarte Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA. Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock Eine Kooperationsveranstaltung von Literaturhaus Rostock, Rosa-Luxemburg-Stiftung MV und Buchhandlung Möwe. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.21. Juni 2026 | 15:00 Alexander Steffensmeier: »Lieselotte lauert« & »Lieselotte im Regen«
Kinderbuchlesung | ab 4 Jahren[mehr]
»Lieselotte lauert« Die Kuh Lieselotte ist eigentlich ganz friedlich. Nur auf den Postboten hat sie es abgesehen. Nichts liebt sie mehr, als ihm aufzulauern. Der arme Kerl hat schon Albträume. Auch die Bäuerin ist wütend. Jedes Paket, das sie bekommt, ist kaputt, weil der Postbote alles fallen lässt, wenn Lieselotte ihn erschreckt. So geht das nicht weiter. Da hat der Postbote eine Idee … und »Lieselotte im Regen« Das gibt es doch gar nicht! Lieselotte hat sich so auf die Schnitzeljagd auf dem Bauernhof gefreut. Jetzt regnet es Bindfäden und sie und ihre Freunde müssen sich drinnen langweilen. Oder? Lieselotte ist da anderer Meinung und eine turbulente Jagd durch das Bauernhaus beginnt. Aber es wäre kein echtes Lieselotte-Abenteuer, wenn sie alle nicht auch ihren Spaß beim Pfützenspringen hätten und am Ende pitschnass werden. Trocken gerubbelt und in flauschige Bademäntel eingemummelt, ist es in Lieselottes Stall nach so einem Regenabenteuer besonders gemütlich. Alexander Steffensmeier kam 1977 in Ostwestfalen zur Welt. Er studierte am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster Illustration. Heute ist er weder Landwirt, noch trägt er Post aus, sondern er lebt und arbeitet als Autor und Illustrator in Münster. Auf seinem Blog www.alexandersteffensmeier.de zeigt er seiner großen Fangemeinde, was es Neues von der Lieblingskuh Lieselotte gibt. Vvk. 5 € zzgl. Gebühr (Pressezentrum/mvticket.de) | Tageskasse: 7 € Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA. Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.17. Juni 2026 | 18:00 »Stärkung des demokratischen Miteinanders, ganz praktisch und konkret«
Auftaktveranstaltung zum Siegmannjahr 2026 | Lesung & Diskussion [mehr]
Um das diesjährige Siegmannjahr zu eröffnen, lässt die gleichnamige Stiftung bekannte Beiträger:innen zur aktuellen Diskussion über Demokratiestärkung zu Wort kommen – in von ihnen formulierten Texten, vielleicht sogar persönlich, in jedem Fall hörenswert. Danach lädt die Stiftung gemeinsam mit dem Literaturhaus zum Gespräch ein: Wie kann es uns gelingen, neues Vertrauen in Demokratie aufzubauen und die Bedeutung von Demokratie wieder spürbarer zu machen? Die Richard-Siegmann-Stiftung versteht sich als Verstärker für Rostocks bürgerschaftliches Potenzial. Einmal im Jahr verleiht sie die mit 3.000 € dotierte Siegmann-Medaille und einige Förderpreise. Sie würdigt damit diejenigen, die sich jenseits eingefahrener Gleise um das Gemeinwesen verdient machen. Im Sinne von Richard Siegmann unterstützt die Stiftung Persönlichkeiten, Ideen und Vorhaben, die Rostocks Zukunft voranbringen. Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter post@siegmann-stiftung.de Ort: Kulturhafen Rostock (im Zelt des Circus Fantasia) Warnowufer 55, 18057 Rostock Eine Kooperationsveranstaltung mit der Richard-Siegmann-Stiftung, den Stadtgesprächen und dem Kulturhafen Rostock im Circus Fantasia. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.14. Juni 2026 | 16:00 Betty Boras: »Das schönste aller Leben«
Teatime-Lesung & Gespräch | Moderation: Stefan Härtel (Bookster HRO) [mehr]
Sich anpassen, bloß nicht auffallen, das ist der Preis des Ankommens für Vio. Fleißiger muss sie sein – und schöner. Kurz nach dem Sturz der rumänischen Diktatur kam Vio mit ihren Eltern aus dem Banat nach Deutschland. Trotz aller Widerstände hat sie ihren Platz in der Gesellschaft gefunden. Als jedoch Jahre später ihre kleine Tochter bei einem Unfall Narben davonträgt, droht sie, an ihren Selbstvorwürfen zu zerbrechen: Kann ihr Kind nie mehr zur schönen Frau werden? Was bleibt ihr dadurch verwehrt – und was erspart? Parallel erzählt der Roman eine Geschichte aus dem 18. Jahrhundert: von einer Frau aus dem Banat, die einen hohen Preis dafür zahlen muss, als begehrenswert zu gelten. Was wird vererbt, was schreibt die Gesellschaft ein – und wie lässt man äußere Maßstäbe hinter sich? Ein intensives Debüt »über Herkunft, Mutterschaft und die Schönheitsideale, denen Frauen schon immer ausgeliefert waren« (Mareike Fallwickl). Betty Boras, geboren 1984 in Rumänien, studierte Germanistik, Philosophie und Spanisch in Tübingen, arbeitet als Gymnasiallehrerin und lebt ihrer Familie in der Nähe von Stuttgart. Vvk. 8 €/5 € erm.* zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei mvticket.de, Abendkasse: 12€/8 €erm.* *Ermäßigt für: Schüler:innen, Mitglieder im Literaturhaus Rostock e.V., Schwerbeschädigt, Inhaber:innen einer Ehrenamtskart Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA. Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.13. Juni 2026 | 18:00 »terrain vague« mit Alina Mathias und Beat Mundwiler
Freiluft-Lesebühne[mehr]
»terrain vague« ist eher Lesewiese als Lesebühne. Die Gründer:innen Everest Girard, David Lorenz und Claudia Schlegel laden zu Lesungen in Gärten oder Innenhöfen jeweils zwei bis drei Autor:innen ein, meist aus Rostock/M-V, und tragen in einem etwa 1-stündigen Programm gemeinsam mit ihnen Kurztexte vor. Leseorte und Atmosphäre wechseln, das Setting bleibt: ein Stuhl, ein Tisch, ein Lautsprecher. Das Publikum sitzt auf Decken oder Klappstühlen. Parallel zur Lesung entsteht ein Text – alle dürfen mitschreiben und Textstücke anfügen, ohne zu wissen, was in den vorhergehenden Abschnitten steht. Am Ende wird der Text in seiner Gänze enthüllt und vorgelesen. Mit Alina Mathias und Beat Mundwiler Eintritt frei, Spenden willkommen Ort: Barrierefreies Rostock, Dierkower Damm 39A, 18146 RostockWeitere Informationen: Instagram: terrainvague.freilufttexte //Webseite: https://www.everestgirard.de/terrainvague.html Weitere Termine: 04.07. um 16 Uhr im Kulturhof Letschow 26.08. um 17 Uhr im Erlebnisgarten der Kleingartenanlage Weiße Rose mit Crispin Scholz, Daniela Albrecht und Sandra Pixberg »terrain vague« ist eine unabhängige Lesereihe in Kooperation mit dem Literaturhaus Rostock und RISSE - Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.
12. Juni 2026 | 19:00 Wie politisch soll Literatur in diesen Zeiten sein?
Migration, Herkunft und Heimat | Autor:innen stellen ihre Texte vor | Moderation: Nicol Ljubić [mehr]
Autor:innen aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich in Gedichten, erzählender Prosa und Essays aktuellen politischen Fragen gestellt. Am 12. Juni lesen sie Auszüge ihrer neuen und weitgehend unveröffentlichten Texte während einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem LiteraturRat M-V und dem Literaturhaus Rostock. Mit dabei sind Johanna Sailer (Berlin), Silke Peters (Stralsund), Jens Lippert (Rostock), Hannah Lenz (Schwerin), Viola Kühn (Neubrandenburg), Yel Wahl (Rügen) und Everest Girard (Rostock). Die Texte entstanden im Rahmen einer Weiterbildung des LiteraturRat M-V, geleitet von Nicol Ljubić. Wie politisch soll Literatur in diesen Zeiten sein? Haben Schriftsteller:innen eine gesellschaftliche Verantwortung? Ausgehend von diesen Fragen haben Autor:innen aus Mecklenburg-Vorpommern Texte geschrieben, teils als einzelne Essays, teils als Antworten auf Texte des Projekts »Letters Found – Gefundene Briefe«. Nicol Ljubić ist Autor und Journalist, seit 2025 ist er zudem Künstlerischer Leiter des Projekts »Weiter Schreiben«. Er wurde 1971 in Zagreb geboren. Er war Mitinitiator der Europäischen Schriftstellerkonferenz und arbeitet als Literaturvermittler in Berlin. Eintritt frei Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, 18057 Rostock Eine Kooperationsveranstaltung von LiteraturRat M-V und Literaturhaus Rostock. Das Literaturhaus Rostock wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Bundes- und Europaangelegenheiten.
