Programmarchiv Literaturhaus Rostock

14. Dezember 2018 | 20:00 WeihnachtsHausLese

Rostocks meiste Lesebühne – moderiert von Tobias Wolff und Jens Lippert - EINTRITT FREI[mehr]

Das HausLese-800-Jubeljahr kann natürlich nicht ohne WeihnachtsHausLese enden, so viel ist sicher. Also wird der Möckelsaal mit bis zu 2 Weihnachtskugeln und einem Stickdeckchen auf dem Lesetisch weihnachtlich umdekoriert. Und dann wird gelesen und musiziert und planlos drumherummoderiert. Manche Nörgler werden anmerken, zum 800-Jährigen könnten die Moderatoren sich ja mal ‘nen Plan machen. Aber sind es nicht die liebgewonnenen Traditionen, die zu so einem Jubiläum dazugehören? 
Abgesehen davon sind die HausLeser und -Musiker derart unterhaltsam, dass das mit der Planlosigkeit kaum auffällt. Und eins kann garantiert werden: Wenn ihr vorbeischaut, erlebt ihr die meiste WeihnachtsHausLese der Welt. Das war sie nämlich immer, in all den Jahrhunderten. Wie immer: freier Eintritt, Überlänge, vielleicht ‘ne Pause in der Mitte. Übrigens: Wer Eigenes oder auch Fremdes vortragen möchte, schreibt an dschenzone@gmx.de (Jens Lippert)

12. Dezember 2018 | 20:00 NDR Kultur Autoren lesen: Judith Schalansky - »Verzeichnis einiger Verluste«

Moderation: Alexander Solloch (NDR Kultur) - Vvk. ab sofort![mehr]

Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt.

Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt. Judith Schalansky wurde 1980 in Greifswald geboren. 2008 erschien ihr Debüt »Blau steht dir nicht«. Es folgten der international erfolgreiche Bestseller »Atlas der abgelegenen Inseln« und der Roman »Der Hals der Giraffe«. Im Verlag Matthes & Seitz gibt sie seit einigen Jahren die Reihe »Naturkunden« heraus. Sie wurde u.a. mit dem Preis der Literaturhäuser (2014), dem Droste-Preis (2015) und zuletzt für »Verzeichnis einiger Verluste« mit dem Wilhelm-Raabe-Preis (2018) ausgezeichnet.

Alexander Solloch wurde in Wesel am Niederrhein geboren. Nach seinem Studium der Geschichte, Französistik und Journalistik in Leipzig und Aix-en-Provence arbeitete er als Journalist für verschiedene Zeitungen und Hörfunksender. Seit 2003 ist er für den NDR tätig, seit 2014 als Literaturredakteur für NDR Kultur. 2011 wurde er für den Deutschen Radiopreis in der Kategorie »Bestes Interview« nominiert.

Eine Kooperationsveranstaltung von NDR Kultur und Literaturhaus Rostock. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet (Audio) und zu einem späteren Zeitpunkt im Programm von NDR Kultur ausgestrahlt. Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Straße 21, 18057 Rostock
Eintritt: 9,- €/erm. 6,- €*
Vvk. 6,- € zzgl. Gebühr: Pressezentrum/mvticket.de/andere buchhandlung * Ermäßigung auch für Inhaber*innen der NDR Kultur Card.

04. Dezember 2018 | 20:00 LiteraTour Nord 2018/19: Joachim Zelter: »Im Feld: Roman einer Obsession«

file:https://youtu.be/1Nc7LTrC9-4

Lesung & Gespräch, Moderation: Prof. Lutz Hagestedt (Universität Rostock)[mehr]

»Im Feld« erzählt von der Parforce-Tour des Radvereins zu Christi Himmelfahrt und von der Sogwirkung eines rastlosen Pelotons: dem Zusammenwirken von Fahrrad, Mensch und sozialer Gruppe. In diesem Roman einer Besessenheit geht es nicht nur um Höhenmeter und wachsende Distanzen. Am Ende erweist sich Zelters Roman als gesellschaftspolitische Parabel von eminenter Wucht und handelt von uns allen: von Anpassung und Bereitwilligkeit, von Leistungsdruck und subtiler Tempoverschärfung, von der Unfähigkeit, auch nur eine Pedalumdrehung auszulassen. Joachim Zelter, geb. 1962 in Freiburg, studierte und lehrte englische Literatur in Tübingen und Yale. Seit 1997 ist er als freier Autor von Romanen, Hörspielen und Theaterstücken tätig. Seine Texte, häufig Gesellschaftssatiren, wurden mehrfach ausgezeichnet. „Der Ministerpräsident“ war nominiert für den Deutschen Buchpreis 2010. Zelter lebt in Tübingen. Ein kurzes Portrait des Radsportlers und Autors lässt sich außerdem auf youtube finden:  https://youtu.be/1Nc7LTrC9-4 Gemacht wurde der Film von Ramona Lengert und Dennis Lemmert. Ort: andere Buchhandlung, Wismarsche Straße 6/7
Eintritt: 9,- €/7,- €  erm.
Vvk.: andere buchhandlung – dort auch Kombi-Ticket (alle 6 Lesungen zum Preis von 5) Eine gemeinsame Veranstaltung der anderen buchhandlung, der Universität Rostock und des Literaturhauses Rostock im Rahmen der LiteraTour Nord.

02. Dezember 2018 | 14:00 Adventsbücherbasar mit Bilderbuch-Kino und weihnachtlicher Bastelei

Eintritt frei, bitte keine Anmeldungen mehr![mehr]

Adventszeit ist Lesezeit, und Lesevergnügen lässt sich teilen – am besten auf dem Adventsbücherbasar des Literaturhauses. Wer sein Regal leeren oder neu bestücken will, ist herzlich eingeladen, den Basar zu besuchen oder selbst einen Stand anzumelden. Neben Büchern können auch Spiele, CDs oder Filme neue Freunde finden. Vielleicht ist auch ein zukünftiges Weihnachtsgeschenk dabei? Das Junge Literaturhaus bietet ein Bilderbuch-Kino für Familien an. Auf der Bühne empfehlen der Rostocker Buchblogger Bookster HRO, Jule Foth (Leiterin Junges Literaturhaus) und Emily Grunert (Programmleiterin Literaturhaus) die beste Lektüre für die Feiertage. Und mit dem Team der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) können kleinere und größere Kinder weihnachtlich basteln, nähen und ihre eigene Smoothies zubereiten, während auf dem Flur ausgiebig getobt werden kann.  Anmeldungen für Bücherstände (je 5,- € oder Beisteuerung eines Kuchens für den Basar) und Rückfragen zur Anmeldung bis zum 27.11. an volontaer@literaturhaus-rostock.de. Eine gemeinsame Veranstaltung von Soziale Bildung e.V., Peter-Weiss-Haus e.V. und Literaturhaus Rostock.                                                                  

30. November 2018 | 20:15 Denis Scheck: »druckfrisch«

Literaturkritik & Buchempfehlungen in der Universitätsbuchhandlung Hugendubel[mehr]

Angesichts unzähliger Neuveröffentlichungen stellt sich immer wieder die Frage: Welche Bücher sind besonders empfehlenswert? Professionellen Rat gibt Denis Scheck – nicht nur in seinen regelmäßigen »druckfrisch«-Sendungen im Ersten, sondern auch leibhaftig in Rostock.
Der Kritiker macht aus seinem literarischen Herzen keine Mördergrube: Denis Scheck lobt und lästert über aktuelle Bestseller, spricht Empfehlungen aus und bringt verborgene Perlen ans Licht, sagt aber auch, welche Bücher er für reine Zeitverschwendung hält – schlimmen Werken gibt der Agent im Auftrag der Weltliteratur gern mal eins auf den Bücherrücken.

Denis Scheck, geboren 1954 in Köln, ist Literaturkritiker, Übersetzer und Journalist in Hörfunk und Fernsehen. Er studierte Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft in Tübingen, Düsseldorf und Dallas. Seit 2003 moderiert er das Büchermagazin »druckfrisch«, das monatlich in der ARD ausgestrahlt wird.  

Eintritt: 13,- € / 11,- € erm.*
Vorverkauf: Universitätsbuchhandlung Hugendubel
Ort:
Universitätsbuchhandlung Hugendubel, Kröpeliner Str. 41, 18055 Rostock *Ermäßigung mit Hugendubel-Card und für Mitglieder des Literaturhaus Rostock e. V. Eine gemeinsame Veranstaltung der Universitätsbuchhandlung Hugendubel und des Literaturhauses Rostock

27. November 2018 | 20:00 Ahne & Sedlmeir: »Rache!«

Ein Kriminal-Musical - Tatort Mecklenburg! +++ Vvk. ab sofort +++[mehr]

Der erfolglose Schriftsteller Torsten McCollough begibt sich auf den Weg in seinen wohlverdienten Urlaub: Zelten in Mecklenburg-Vorpommern. Seine Freundin wollte vor ihm anreisen und auf ihn warten. Aber schon bei der Ankunft auf dem Campingplatz muss McCollough feststellen, dass sie in der Zwischenzeit verschwunden ist. Ein Zeltplatz-Nachbar, »der Spießer«, informiert ihn, seine Freundin sei mit einem schnauzbärtigen Ausländer durchgebrannt. Mc-Collough, der an eine Entführung glaubt, versucht die Polizei einzuschalten. Da die zunächst nicht erreichbar ist, engagiert er ungeduldig einen gewissen Hugo Stark, »Europas ersten Privatkommissar«, einen größenwahnsinnigen Ermittler, angeblich aus L.A., der unverschämt hohe Honorare verlangt. Das scheint McCollough aber nicht weiter zu stören, er will seine Freundin zurück, koste es was es wolle. Ein Abend zwischen Lesung und Konzert, voller liebenswerter Antihelden, plattdeutscher Wahrsager und Songtitel à la McCollough in Rostock, Säbelrasseln und Drei-Farben-Sommer-Girl! Kommentiert von der Musikerin und Rahmenerzählerin Mareike Hube! »So komisch wie in ›Rache!‹ ist wahnhafte deutsche Identität noch selten demontiert worden.« Martin Hatzius, neues deutschland »Wer dieses Hörspiel mag, besitzt eine Seele; wer ihm nichts abgewinnen kann, ist eine Menschenmaschine ohne Herz.« Uli Hannemann, taz Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Straße 21, 18057 Rostock Eintritt: 9,- €/erm. 6,- € Vvk: 6,- € zzgl. Gebühr: Pressezentrum, bei mvticket.de (http://bit.ly/RACHE-hro) und in der anderen buchhandlung

23. November 2018 | 20:00 Annett Gröschner: »Berolinas zornige Töchter - 50 Jahre Berliner Frauenbewegung

Lesung & Gespräch // Moderation: Claudia Kajatin (Geschäftsführerin des Landesfrauenrates M-V e.V.)[mehr]

Der Aufbruch der Frauen war eines der nachhaltigsten Ergebnisse der 68er-Bewegung. Im Westteil des geteilten Berlins entstanden die ersten Kinderläden, das erste autonome Frauenzentrum, die erste feministische Zeitung und das erste Frauenhaus. Im Ostteil waren die politischen Bedingungen einer unabhängigen Frauenbewegung andere. Sie wurde eine wichtige Strömung der Friedlichen Revolution 1989 und der Unabhängige Frauenverband eine wichtige Kraft bei der Wiedervereinigung.

In »Berolinas zornige Töchter« gelingt Annett Gröschner, die selbst Teil des Unabhängigen Frauenverbandes war, eine so souveräne wie hervorragend lesbare Rekonstruktion der Frauenbewegungen in Ost und West und ihrer Deutungen – ein Rückblick, der die Gegenwart im Blick hat. »Man erfährt viel Neues, kaum Bekanntes in diesem Buch … Vor allem aber verbindet Gröschner gekonnt die Gelassenheit der Historikerin mit dem Zorn der Zeitgenossin.« Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung Annett Gröschner ist Schriftstellerin, Journalistin und Dozentin für Kulturjournalismus und Kreatives Schreiben. 1989 hat sie in Ostberlin die Gründung des Unabhängigen Frauenverbandes mitinitiiert und war 1990 Mitbegründerin der Frauenzeitschrift Ypsilon. 2013 hat sie mit zehn anderen den Frauenblog 10 vor 8 bei faz.net ins Leben gerufen, der seit Juli 2015 als Frauenkolumne 10 nach 8 bei Zeitonline.de erscheint. Seit 2012 ist sie Gastperformerin im Stück Schubladen der feministischen Performancegruppe She She Pop.
Ort: Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Straße 21, 18057 Rostock Eintritt: 5,- €/3,- € erm. Eine Kooperationsveranstaltung von Heinrich-Böll-Stiftung MV, Landesfrauenrat M-V und Literaturhaus Rostock.